7. Station: "Gespensterbuchen" im Kottenforst

N 50° 41.554' E 007° 05.983' (WGS84)


Seit Jahrtausenden nutzen Menschen nicht nur das Holz ausgewachsener Bäume sondern beernten Bäume auch, indem in regelmäßigen Abständen Äste abgeschnitten werden. Entweder wurden größere Äste als Brennholz genutzt oder dünnere Äste wurden mit dem Laub getrocknet und als Laubheu im Winter an das Vieh verfüttert.

Bis in das 18. Jahrhundert, als die Allmenden (Gemeinschafts- oder Genossenschaftsbesitz) durch die Markenteilung aufgelöst wurden gab es nur wenige Heuwiesen. Bis in diese Zeit war Waldweide üblich und Laubheu als Winterfutter. Erst mit der Markenteilung entstand die Trennung von Wald und Feld von Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Damals ähnelte unsere Kulturlandschaft in einem viel größeren Maße der halboffenen Naturlandschaft Mitteleuropas.

Nach der Markenteilung wurden vornehmlich Weiden noch als Kopfbäume genutzt. Hier wurden Weidenruten für die Korbflechterei gewonnen.

In den zahlreichen Höhlungen und Morschungen dieser Bäume leben viele Tiere, vom Steinkauz bis zur Wildbiene. Kopfbäume sind quasi nachwachsendes besonntes Totholz und deshalb ein wichtiger Lebensraum. Dass auch andere Baumarten ähnlich wie die Kopfweiden regelmäßig geerntet wurden, dafür gibt es in unserer Landschaft nur noch wenige Zeugen. Deshalb sind die Kopfbuchen oder "Gespensterbuchen" eine Seltenheit.

Was jede/r tun kann: Fördern Sie Totholz in Ihrem Garten, insbesondere stehendes besonntes Totholz. Bringen Sie Wildbienennisthilfen an geschützten Südwänden am Haus an.

Frage:

Wie viele Hauptverzweigungen weist die Kopfbuche an der Bank auf?

 

                                    7. Buchstabe des Lösungswortes

a) 3                                                     B

b) 5                                                     E

c) 9                                                     U

 



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