Errichtung eines Mobilfunkmastes Gemarkung Röttgen

Bundesstadt Bonn
Amt 56
53103 Bonn

27.01.2006

Beteiligung der Naturschutzverbände
Befreiung gem. § 69 LG - NSG Kottenforst
Errichtung eines Mobilfunkmastes Gemarkung Röttgen, Flur 26 / 834
Ihr Schreiben vom 29.12.2005 an das Landesbüro der Naturschutzverbände


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind der Meinung, dass für die uns vorgelegte Planung die Voraussetzungen für eine Befreiung nach § 69 LG nicht vorliegen. Eine Befreiung nur möglich aus wichtigen Gründen, die aber u. E. hier nicht geltend gemacht werden können: 1. wenn die Ablehnung zu unbeabsichtigten Härten führt,
2. wenn es zum Wohl der Allgemeinheit erforderlich ist.

Dazu folgende Anmerkungen bzw. Fragen:

Sie machen in Ihren Erläuterungen keine Angaben darüber, warum der Mast ausgerechnet im NSG/FFH-Gebiet gebaut werden muss. Das ist jedoch eine zentrale Frage, denn es stehen sicherlich genügend Flächen außerhalb zur Verfügung. Warum wurde die Standortfrage vom Vorhabenträger bzw. der Stadt Bonn nicht geprüft?

Aufgrund der geringen Größe der überbauten Fläche wurden keine erheblichen Auswirkungen auf das FFH-Gebiet prognostiziert. Wurde die Höhe des Mastes und die Auswirkungen der Funksignale auf Vögel in der Prognose berücksichtigt?

Im Hinblick darauf, dass dies sicher nicht der letzte Mobilfunkmast ist, der in der freien Landschaft aufgestellt wird, regen wir an, zunächst immer die Frage des Landschafts- und Naturschutzes zu prüfen und den Antragstellern aufzugeben, Standorte außerhalb von Schutzgebieten zu ermitteln. Die ohnehin kleinen Schutzgebietsflächen dürfen nicht ständig verkleinert werden - das Problem ist daher von grundsätzlicher Natur.

Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns trotz des Fristablaufs eine Stellungnahme zu den aufgeworfenen Fragen zukommen lassen würden.


Mit freundlichen Grüßen
BUND - Kreisgruppe Bonn
gez.

K. Giesler



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