Flächennutzungsplan Ortsteile Ramersdorf und Oberkassel

168. Änderung des FNP, Ortsteile Ramersdorf und Oberkassel
Ihr Schreiben vom 19.05.2004/ 61-12


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bedanken uns für Ihr o. g. Schreiben und nehmen dazu wie folgt Stellung:

Die fast vollständigen Überbauung der Fläche sowie insbesondere die Verlegung des Ankerbaches ist im Hinblick auf die Ausgleichbarkeit der Eingriffe in Flora und Fauna, Boden, Wasserhaushalt und Kleinklima sehr kritisch zu sehen. Mindestens ist der Erhalt von möglichst vielen Gehölzflächen (genügend Abstand der Bebauung von der Bahnböschung) zu beachten.

Bei der Verlegung des Baches ist die Eigenentwicklung des Gewässers innerhalb einer mindestens 20 m breiten Parzelle zuzulassen.

Aus der uns inzwischen ebenfalls vorliegenden Ausführungsplanung zur Bachoffenlegung am Wasserturm (westlich der Bahnlinie) ist zu entnehmen, dass die Planer hier eine sehr genau vorgegebene ‚naturnahe’ Linienführung vorgesehen haben. Auch die Bepflanzung ist äußerst detailliert vorgegeben. Diese Art der ‚Bachrenaturierung’ ist nicht mehr zeitgemäß und sollte durch rechtzeitige Vorgaben an die planenden Büros in Zukunft ausgeschlossen werden. Auch im besiedelten Raum reicht es fast immer aus, wenn das Bett grob vorgegeben und die weitere Entwicklung dem Bach selbst (in den Grenzen der Gewässerparzelle selbstverständlich) überlassen wird.

Eine Bepflanzung im Bachumfeld sollte, wenn überhaupt, nur als Initialpflanzung vorgesehen werden. Grundsätzlich sind nur heimische, standortgerechte Bäume, Sträucher und Stauden vorzusehen. Anpflanzungen von Zuchtformen und Arten, die im Naturraum nicht vorkommen, müssen im Umfeld des Baches unterbleiben. Eigentlich sollte dieser Hinweis nicht mehr notwendig sein, er erfolgt jedoch aus gegebenen Anlass (s. Ausführungsplanung Ankerbach am Wasserturm).

Wir bitten darum, an der Planung der Bachverlegung beteiligt zu werden. Mindestens sollte sie rechtzeitig im Landschaftsbeirat vorgestellt werden.



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