Für eine nachhaltige Landwirtschaft

Die Agrarpolitik bestimmt zu großen Teilen mit, was auf unseren Feldern wächst, wie unsere ländlichen Regionen aussehen und was wir auf dem Teller haben. Mit der festlegung von Standards für die praktische Landwirtschaft, mit Kennzeichnungsregeln etwa für Gentechnik, mit staatlichen Subventionen und mit Zöllen nimmt die Politik Einfluss darauf, was wir essen, wo das Essen herkommt und ob Lebensmittel nachhaltig hergestellt werden – oder eben nicht.


Für mehr flächendeckenden Umwelt- und Naturschutz in der Landwirtschaft brauchen wir viele Bäuerinnen und Bauern, auf deren Wiesen und Äckern eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen gedeiht. Die aktuelle Ausrichtung der Agrarpolitik trägt allerdings europaweit dazu bei, dass einerseits immer mehr Bauernhöfe aufgegeben werden. Andererseits wirtschaften die verbleibenden Betriebe zunehmend intensiv. Das heißt zum Beispiel: sehr große Tierzahlen auf engem Raum, oftmals jedes Jahr Mais (Maismonokulturen) auf einem Feld und viel Düngemittel und Pestizide.

Kuh auf Alm, Schafe auf Wiese, Schwein auf Wiese, Fotos: www.pixelio.de, www.sxc.hu, www.bauer-etzel.de

 

Im Jahr 2013 will die EU diese Agrarpolitik reformieren. Der BUND setzt sich dafür ein, dass Bäuerinnen und Bauern angemessene Preise für ihre Produkte und zudem staatliche Förderung für besonders nachhaltiges Wirtschaften – im Sinne des Verbraucher-, Umwelt- und Tierschutzes – erhalten. Denn es kostet uns langfristig die Lebensgrundlage, wenn es weiterhin lukrativer ist, Gewässer mit Nitrat, Lebensmittel und Böden mit Pestiziden zu belasten – statt etwa auf Ökolandbau umzusteigen und artenreiche Bergregionen zu bewirtschaften.



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