2. Station: Posttower

N 50° 42.919' E 007° 07.778' (WGS84)

 

Im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleiches wurde die Deutsche Post verpflichtet, nach der Privatisierung ihr Hauptquartier in Bonn aufzubauen. So entstand der Posttower – als höchstes Bürogebäude in Nordrhein-Westfalen.

Mehrfach wurde der Landschaftsschutz der angrenzenden Rheinaue aufgehoben, damit das Gebäude auch genau nach den Wünschen des Investors gebaut werden konnte. Hier folgte die Bauplanung nicht den Vorgaben der Bauleitplanung, sondern die Bauleitplanung wurde nach den Wünschen des Investors geändert. Mit dem Posttower wurden ganz bewusst alle Dimensionen der vorhandenen Bauwerke gesprengt und übertroffen. Nicht nur der Bund der Landschaftsarchitekten wandte sich gegen ein Gebäude, das höher ist als der Kottenforst und den historischen Blick in das Weltkulturerbe Mittelrheintal verstellt. Angepriesen als besonders energiesparend gebaut wird der Turm in vielen Nächten grell beleuchtet und als riesige Reklamefläche genutzt.

Am Posttower können gleich zwei Umweltprobleme studiert werden, die noch viel zu wenig Beachtung gefunden haben: die Lichtverschmutzung und Vogelschlag an durchsichtigen oder spiegelnden Glasflächen. Viele Tiere, vor allem die fliegenden Arten - Vögel und Insekten - werden durch Licht in der Nacht angelockt und in Ihrer Orientierung gestört. Da der Posttower weit über Bonn hinaus leuchtet, ist auch sein Einzugsbereich riesig. Er lockt Insekten an, die so lange vor den Lampen flattern bis ihre Energievorräte aufgebraucht sind. Aber auch Vögel fliegen auf hell leuchtende Elemente zu und kollidieren mit ihnen. Die meisten brechen sich das Genick oder sterben an Gehirnerschütterung. Dass wir nur so wenige Vogelleichen am Posttower finden, liegt daran, dass sie von Beutegreifern (Katzen, Krähen etc.) gefressen werden. Heike Haupt konnte an in knapp 500 Nächten 1000 mal beobachten, wie Vögel angelockt wurden, wobei 200 von Ihnen sofort zu Tode kamen. Für Europa wird von 80 Millionen Vögel ausgegangen, die an Glasflächen zu Tode kommen (Der Falke, Okt. 2011) Besonders fatal ist die riesige Glasbalustrade auf dem Dach des Posttowers. Vögel, die hier rasten, fliegen von innen gegen die Glasscheiben, bis sie wie Insekten an Erschöpfung sterben.

Frage:

Wieviele Greifvogelsilhouetten hat die Post sichtbar investiert, um Singvögel zu schützen?

                                    2. Buchstabe des Lösungswortes

a) 3                                                     N

b) 47                                                   R

c) 111                                                  B

 



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