8. Station: Der Lyngsberg, ein verlorener Schatz?

N 50° 40.015’ E 007° 09.862’ (WGS84)

 

Steinbrüche sehen aus wie Wunden in der Landschaft, beherbergen aber oft bedrohte und seltene Pflanzen und Tiere. Hier finden Eidechsen vor Katzen geschützte steile Felswände, Uhus und Wanderfalken einen Lebensraum. Wichtig ist jedoch, dass durch geeignete Maßnahmen eine Wiederbewaldung verhindert wird.
Im Bereich des ehemaligen Basaltsteinbruches am Lyngsberg ist genau dies nicht geschehen: heute finden wir hier einen Vorwald. Aber ist das nicht "Natur"? Und ist "die Natur" nicht selber schuld, wenn sie die seltenen Standorte der offenen und mageren Standorte zum Verschwinden bringt?
Dieser Gedankengang hat lange Zeit Naturschützer bewegt bzw. manche am Einsatz für die bedrohten Lebensräume unserer Heimat gehindert. Das Paradigma, dass Mitteleuropa ein Waldland sei und dass die offenen Lebensräume sekundär vom Menschen geschaffen wurden, trägt vielleicht sogar eine Mitschuld am dramatischen Verlust dieser Lebensräume.
Die allermeisten der bedrohten Arten in Mitteleuropa brauchen offene oder halboffene Landschaftstypen. Mit dem Einwandern des modernen Menschen sind auf fast allen Kontinenten die großen Pflanzenfresser ausgestorben, unter deren Einfluss unsere Artenausstattung aber erst entstanden ist. Die meisten der heutigen hier lebenden Arten, gab es schon vor hunderttausenden von Jahren – zu Zeiten von Elefanten, Nashörnern, Wildpferden, Wildrindern und Steinböcken. Die "Ökologischen Planstellen" dieser Tierarten sind jetzt bei uns unbesetzt. In der traditionellen Kulturlandschaft wurden sie durch die Nutztierarten Rinder, Pferde, Esel, Schafe, Ziegen und Schweine ersetzt.
Der Lyngsberg war in Gefahr, ein weiteres Opfer des "Waldland-Paradigmas" zu werden. Bei der Aufstellung des neuen Landschaftsplanes sollte er nicht, wie früher vorgesehen, unter Naturschutz gestellt werden. Durch Engagement der BUND-Kreisgruppe wurde dies revidiert und die Chancen dafür, dass er unter Schutz gestellt wird, sind jetzt wieder besser. Die Felswände können dann wieder freigestellt werden und sich einreihen die die Linie gleichartiger Felslebensräume, die wie Perlen an einer Kette sich an den Hängen des Mittelrheintales entlang ziehen. Im Bonner Bereich sind das die Perlen "Rodderberg", "Dächelsberg" und "Lyngsberg".
Genießen Sie den Blick zum Drachenfels, Petersberg und den anderen Bergen des Siebengebirges, aber klettern Sie nicht in den Steinbruch. Das Gelände ist unübersichtlich und voller Gefahren. Es kam schon zu tödlichen Unfällen.

Was jede/r tun kann: Sorgen Sie in Ihrem Garten für trockene besonnte Flächen, die mit Wildpflanzen begrünt sind (Trockenmauern, Schotterrasen, begrünte Dächer oder begrünte Pflasterflächen).

Frage:
Ist das hier vorhandene Steinplattengrab gotischen, fränkischen oder römischen Ursprungs?

 

                               8. Buchstabe des Lösungswortes


a) gotisch 


L


b) fränkisch 


D


c) römisch


R




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