6. Station: Gerodete Gehölzflächen Heiderhof

N 50° 39.634’ E 007° 09.6377' (WGS84)

 

Seit 1995 haben es Rotkehlchen, Igel und Co. in Bonn schwerer. Seit dieser Zeit werden immer wieder Gehölzflächen im Straßenbegleitgrün und auf öffentlichen Grünflächen gerodet und mit Rasen eingesät.
Viele Tiere im besiedelten Raum sind aber auf dichtes Gesträuch als Rückzugsraum, zum Nestbau, zur Aufzucht der Jungen und zum Winterschlaf angewiesen. Durch die Zerstörung der Gehölzflächen gibt es auf dem Heiderhof z.B. viel weniger Rotkehlchen, die als Bodenbrüter auf dichte Sträucher angewiesen sind. Früher waren hier alle Pflanzflächen mit dichten 2-4 m hohen Sträuchern bestanden – ein Paradies für Kleintiere. Durch die Ansiedlung einiger einheimische Wildsträucher wie Hundsrosen und Pfaffenhütchen fanden auch Insekten reichlich Nahrung. Durch die Umwandlung sind diese Lebensräume nun verschwunden. Ähnlich wurde auch auf dem nahe gelegenen Friedhof verfahren.
Bäume sind auf solchen Pflanzflächen auch gefährdet. Sie brauchen - gerade im städtischen Bereich - lockere gut durchlüftete Böden. Rasenflächen unter Bäumen dagegen verdichten sich in der Regel, der Sauerstoffgehalt im Boden sinkt, Regenwasser läuft ab, ohne in den Boden eindringen zu können. Was eindringt wird vorzugsweise von dem dichten Wurzelfilz des Rasens aufgenommen.
Eine zusätzliche Gefährdung stellt die Ausputzerei mit Freischneidern nach dem Mähen dar. Hier wird oft der Stammfuß der Bäume verletzt und es entstehen leicht Verletzungen und Einfaulungen, welche die Verkehrssicherheit der Bäume gefährden. In Büchern über Baumpflege wird deshalb auch vom Rasen als dem „Leichentuch für Bäume“ gesprochen. 
Der BUND hat sich immer wieder gegen diese Zerstörung von Lebensraum ausgesprochen. Ein wenig Umdenken haben wir erreicht: an einigen Stellen wurde statt Rasen eine Wildstaudenmischung auf Magersubstrat eingesät, nachdem Modellflächen der Biostation sich als voller Erfolg herausgestellt haben. Zwar kein Gewinn für Rotkehlchen und Igel, dafür aber für zahlreiche Insekten.

Was jede/r tun kann: Pflanzen Sie in Ihrem Garten Gruppen aus einheimischen und möglichst stacheligen einheimischen Wildsträuchern und pflegen Sie sie so, dass ein dichtes Gesträuch entsteht. Lagern Sie Schnittholz unter den Sträuchern, damit Igel sichere Winterquartiere erhalten. Protestieren Sie bei der Stadt Bonn, wenn Sie eine erneute Zerstörung von Gehölzflächen beobachten.

Frage:
An einer Straßenlaterne am Punkt ist ein kleines blaues Schild. Welche Zahl steht auf diesem Schild hinter dem Buchstaben S?

 

                               6. Buchstabe des Lösungswortes


a) 9   


I


b) 100  


E


c) 110


U




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