4. Station: Ein Biohof am Naturschutzgebiet

N 50° 38.934’ E 007° 10.495’ (WGS84)

 

Werden landwirtschaftliche Flächen biologisch bewirtschaftet, dann findet sich auf diesen Flächen eine wesentlich höhere Artenvielfalt als auf konventionell bewirtschafteten Flächen. Dies liegt vor allem an dem Verzicht der Betriebe auf Biozide und der Förderung der Boden-fruchtbarkeit durch Förderung des Bodenlebens. Beikräuter werden nur insoweit bekämpft, als sie den Ertrag mindern würden. Ansonsten wird der Artenreichtum bewusst gefördert, da ein dicht geknüpftes Netz an ökologischen Beziehungen zwischen einer Vielzahl an Arten auch die Schädlinge in Schach hält. Deshalb werden auf biologisch bewirtschafteten Höfen blühende Säume und Hecken gefördert. Davon profitieren viele Tierarten, die inzwischen in der Feldflur immer seltener werden. Insofern ist es ein Segen für Naturschutzgebiete, wenn dort und - vor allem - in der Nachbarschaft der Gebiete die Flächen ökologisch bewirtschaftet werden.
Besonders fördernd auf den Artenreichtum wirkt ist es, wenn der Betrieb (auch) Tiere hält. Denn die Auswirkungen extensiver Viehhaltung auf die Landschaft ähneln teilweise denen der ursprünglichen Megafauna Mitteleuropas. Kühe, Schafen, Ziegen etc. ersetzen von ihren Wirkungen her also Elefanten, Nashörner, Wildrinder und Wildpferde und schaffen damit Lebensraum für die Arten, die unter dem Einfluss dieser großen Pflanzenfresser in Mitteleu-ropa entstanden sind. Der vor Ort ansässige Biobetrieb hält Glanrinder, eine bedrohte alte Rinderrasse, die sich insbesondere für extensive Bewirtschaftungsformen eignet. Teil der Hofgemeinschaft ist auch ein Betrieb, der Gemüse anbaut.
Ganz in der Nähe befindet sich das Naturschutzgebiet Dächelsberg-Ließemer Berg, ein wei-terer Trittstein für Arten die warme, nährstoffärmere Standorte lieben. Hier wachsen, vor al-lem am ehemaligen Steinbruch Dächelsberg seltene Orchideenarten, es gibt seltene Reptilien und Amphibien, wie Schlingnatter und Springfrosch. Im Sommer kann man in den umlie-genden Hecken auch den selten gewordenen Neuntöter beobachten, aber auch Goldammer, Grauschnäpper, Dorngrasmücke oder Gartengrasmücke. Über dem sonnenexponierten Hang flattern an sonnigen Tagen die Falter des Schwalbenschwanzes.

Frage:
Welchem Anbauverband gehört der Biohof in der Nähe des NSG Ließem an?

 

                               4. Buchstabe des Lösungswortes


a) Demeter   


E


b) Naturland  


T


c) Bioland


D




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