3. Station: Rodderberg, ein quartärer Vulkan

N 50° 38.849’ E 007° 11.373’ (WGS84)


Irgendwann vor zweihundertfünfzigtausend bis dreihunderttausend Jahren gab es den letzten Ausbruch des Rodderberg-Vulkans. Ob dieser Ausbruch während einer warmen oder einer kalten Periode der Saale-Eiszeit stattfand, wissen wir nicht, sicher ist aber, dass die Landschaft damals von wandernden Herden großer Pflanzenfresser mitgestaltet wurde. Elefanten-, Wildpferd- und Wildrindarten, aber auch Nashörner und Riesenhirsche weideten im Rheintal und auf den umgebenden Höhen. Die Vulkane des Siebengebirges, gut auf der anderen Seite des Rheintales zu sehen, waren damals schon längst erloschen.

 

Der Rodderberg war ein eher kleiner Vulkan, der gut zu erkennende Kraterrand besteht aus aufgehäuftem Auswurfmaterial. Der Krater in der Mitte (dort liegt heute der Broichhof) füllte sich in den Staubstürmen der folgenden Kaltzeiten mit fruchtbarem Löss.
Die mineralischen Lavaböden des Kraterrandes sind ein idealer Lebensraum für die besonders artenreichen, an trockene und nährstoffarme Böden angepassten Lebensgemeinschaften der Magerrasen. Heute weiden hier nicht mehr Wildpferde und Wildrinder, sondern Schafe und verhindern so die Bewaldung der Kuppe.
Magerrasen sind in unserer intensiv genutzten Landschaft ausgesprochen selten und fast nur noch in Naturschutzgebieten zu finden. Sie können nur durch extensive Nutzungen ohne Düngung erhalten werden. Zahlreiche Tierarten wie die blauflüglige Ödlandschrecke brauchen die warmen, offenen Böden mit ihrer lockigen Vegetation oder die Blüten und Samen der vielen Wildblumen.
Dünger auf solchen Flächen fördert das Wachstum der Gräser und bewirkt so eine vermehrte Beschattung und Abkühlung der Böden und einen Rückgang der Wildkräuter. In einem Naturschutzgebiet kann durch eine Verordnung eine Bewirtschaftung mit Düngung verhindert werden, aber zu verhindern, dass die zahlreichen Hunde, die hier mit ihren Menschen die Flächen bevölkern, ihren Kot absetzen, ist nicht möglich. Jeder Kothaufen ist ein erheblicher Nährstoffeintrag.

Was jede/r tun kann: Auf dem Rodderberg kann jeder leicht für den Naturschutz aktiv werden und Hundebesitzer an ihre Pflicht erinnern, dass Hunde an der Leine geführt werden müssen und Kot eingesammelt und aus dem Gebiet entfernt werden muss.

Frage:

Welche markanten Punkte können von diesem Punkt aus gesehen werden?

 

                               3. Buchstabe des Lösungswortes


a) Observatorium in Berkum, Drachenfels, Löwenburg, Posttower, Godesburg, Heiderhof, Rabenlay   


N


b) Observatorium in Berkum, Drachenfels, Langer Eugen, Posttower, Godesburg, Heiderhof, Nonnenwerth  


A


c) Observatorium in Berkum, Drachenfels, Posttower, Godesburg, Hardthöhe, Heiderhof, Rabenlay


L




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