Planfeststellungsverfahren gem. § 31 WHG zur Erweiterung der Containerumschlagsanlage im Hafen Bonn

Bezirksregierung Köln
Zeughausstr. 2-10
50667 Köln

13. Februar 2006


Planfeststellungsverfahren gem. § 31 WHG zur Erweiterung der Containerumschlagsanlage im Hafen Bonn
Ihr Schreiben vom 23.01.2006 an das Landesbüro der Naturschutzverbände


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bedanken uns für die Einladung zum Scopingtermin für das o. a. Vorhaben. Leider sind wir nicht in der Lage, am 14.02.06 teilzunehmen.

Aus der Tischvorlage ist zu entnehmen, dass Eingriffe in empfindliche Biotopflächen und in Schutzgebiete nicht zu erwarten sind. Das dem Hafen gegenüber liegende FFH-Gebiet soll durch großzügige Abgrenzung des Untersuchungsgebietes dennoch mit in die Untersuchung zur Umweltverträglichkeit des Vorhabens einbezogen werden. Auswirkungen (durch Lärm oder Schadstoffeinträge) sind aus unserer Sicht aufgrund der Entfernung allerdings nicht zu erwarten.

Anders verhält es sich mit der Rhein-Fischschutzzone (FFH-Gebiet DE-4405-301), deren neue, erweiterte Abgrenzung im Dezember 2005 von der Landesregierung beschlossenen wurde. Auswirkungen auf die Wasserqualität während der Bauarbeiten sind zu erwarten und daher auch in ihrer Auswirkung auf die Schutzzone zu bewerten.

In der UVS bzw. einer FFH-Prognose sind Minderungsmaßnahmen vorzugeben, um die Schwebstoffbelastung zu begrenzen; ebenfalls zu betrachten ist die Gefahr von Unfällen mit Gefahrgut bei der Verladung sowie möglicher Schadstoffeintrag in das Wasser, wenn Bodenmaterial bewegt wird, das durch den Hafenbetrieb verunreinigt sein kann.

Nicht zuletzt möchten wir darauf hinweisen, dass bei einem Ausbau der Verladestation als "Hohe Kante" ein Retentionsraumverlust entstehen wird, der rechnerisch zu ermitteln und auszugleichen ist.


Mit freundlichen Grüßen

BUND - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.

gez.
K. Giesler



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